Open Forum Open Space Rundgespräche

 

Anäßlich der Tagung:           Qualitätskriterien für Bürgerbeteiligungsverfahren am Beispiel von Planungszellen/Bürgergutachten

Eine Kooperationsveranstaltung des Netzwerks Planungszellen-Protagonisten und Procedere – Verbund für prozedurale Praxis in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie des Arbeitskreises Bürgergesellschaft und Aktivierender Staat der Friedrich-Ebert-Stiftung, vom 7. bis 9. November 2008

 

Programm, Methodenvorstellung und Einordnung

Rundgespräche  im   STORYTELLING CAFÉ

Zusammenfassung und Sprungbrett anläßlich der procedere STORYTELLING Rundgespraeche in der Friedrich Ebert Stiftung und der Procedere Arbeitsgruppe Runder Tisch, Rundgspräche, Agora am Sonntag in ZTG der TU-Berlin. Die Ergebnisse sind eingeflossen in eine Aktualisierung  des Backgroundpapier 1 der Open-Forum-Seite: http://benking.de/open-forum/OF_Background_paper_1.html

 

Vor dem Sprungbrett mit Links zu Texten, Beschreibungen, und Hintergrundmaterialien möchte ich zusammenfassen das die Veranstaltung den Blick auf Erfolgsfaktoren für Beteiligungsverfahen erweitert hat.

Siehe dazu:

·          Hand-Out mit Spielregeln während der Veranstaltung,  Hier noch einmal kurz gefasst die Spielregeln:

·          Es handelt sich hierbei um einen Prozeß, in dem sich die Trennung zwischen den Gesprächspartnern, Vortragenden und Teilnehmern aufhebt, schafft doch erst der Zuhörende den Raum, in dem der Sprechende seine Ideen entwickelt. Eine von vielen Möglichkeiten, diesen Raum zu schaffen, ist die Umsetzung der Idee von Rundgesprächen, in denen sich das Gespräch durch die Vergabe oder besser das Verschenken von Rede- und Zuhörzeit, symbolisiert durch Zeiteinheiten, lebendig und transparent entwickeln kann. Durch die klare Begrenzung der Gesamtzeit und die Ermutigung von Beiträgen können gemeinsame Interessen gefördert, Teilnehmer zur Vertiefung angeregt und so neue Lösungen und Synergien entwickelt werden.

·          Diese Regeln und dieses Grundkonzept sind den jeweiligen Bedingungen und Erwartungen und an die jeweiligen Räumlichkeiten und Zeitvorgaben anzupassen. Ähnlich wie bei einer „Ice-Breaker“ Party sollen unbekannte Gesprächspartner mit einbezogen, sowie alte Themen neu entwickelt und überraschende Sichtweisen entdeckt werden. Dabei können Sie eine neue partizipative Gesprächsmethode kennenlernen und Einsatzmöglichkeiten, Grenzen, Ursprünge, Intentionen und Potenziale, auch im Vergleich und in der Kombination mit anderen Methoden erörtern.

·          Open-Forum Backgroundmaterial 1 zu Funktionen und Positionen von Teilnehmer und Akteure, deren Erwarungen, Absichten und Rollen und Open-Forum Backgroundmaterial 1zum „Lay-out“ und Größe von Formaten.

·          Konzept für multi-track „open-format“ Veranstaltungen entwickelt für die ICSU-CODATA, Berlin 2006

Das Rundgespräch mit Marktplatz und Angebotsrunde, Vorstellung von Themen und Bewertung und Ermutigung von Beiträgen läßt sich etwas so in Bezug auf andere Verfahren herausstellen:

·          Selbstorganisierter Mini Open-Space mit kurzer Dauer (zum Beipiel zwischden 30 Minuten und 2 Stunden) und einer klaren, überschaubaren Zeitstruktur. Kann als Format auch als Teil der „-Slots“ in einem Standard „Open-Space“ duchgeführt werden.

·          Talking Stick  Methode ****  Manitonquat..  etc… *****

·          WorldCafe mit nicht nur einem Talking Stick (wie traditionell bei der Erfindung des WeltCafe) sondern mit vielen kleinen Einheiten (hier FES Kugelschreiber). Die Eigenheit liegt in der Begrenzung der Gruppengröße und das ein Rapporteur die Gruppe als Gastgeber führt und und die Themen bei weieren Runden fortführt und zusammenfasst, was natürlich die Ergebnisse durch die Sicht des Gastgebers einfärbt. Vorteil ist die Weiterentwicklung von Themen, nachteil ist die begenzte Förderung von genuin Neuem.

·          Fischbowl mit Teilnehmern, Zufalls- und Überraschungsgästen die Redezeit bekommen entsprechend des Interesses und der Ermutigung der Teilnehmenden.

·          Runder Tisch   gleiche Augenhöhe .... siehe Procedere Arbeitsgruppe Gelingens-Erfolgsbedingungen  - kritische Scheitersgründe für Runde Tische, Rundgespräche, Agoras ****  LINK 

·          Zeitkontingente wie beim Poetry-Slam (oder auch Policy oder Themen Slam, z.B. in Parlamenten oder Veranstaltungen) ist eine eine Veranstaltung mit fest zugeteilter Vortragszeit. Die Angebotsrunde im Markt ist solch ein „Pitching“, doch wichtig ist der darauf folgende Hauptteil der Rundgespräche, bei dem qualitativ Beiträge, ermutigt, gefördert, mehr Zeit geschenkt wird, so also Neues, auch Überraschendes als „Meimeutik-Instrument“ entstehen kann. Zentraler Unterschied ist nicht das „abreden“ eines festen Zeitkontingents, sondern die Chance diese Aufmerksamkeitseinheiten der Gruppe zu schenken, und so Raum für Unterschiede und Unbekanntes zu geben. (Siehe auch Poetry Making and Policy Making) und das Missverständnis speziell in der Politik das man Redezeit hat und sein Kontingent abreden kann, unabhängig davon ob Teilnehmer interssiert sind, zuhören, vertehen, weiterentwicklen (co-creation) siehe dazu BMH und HeBe.  Zu  Zeitkrediten“ hier eine Aufstellung der UIA von  Anthony Judge, bei der als eine besonder Methode auf die „Magic Round Table“ Rundgespräche hingewiesen wird. Siehe auch diese Fussnote „on the broader context“.

·          Die Marktplatz-Methode und Speeddating ist wie ein alte Methoden in neue Gewand. Der Afrikanische Markt  war nicht nur das Modell hinter dem Open-Space (OST) sondern ist das Urmodell oder die Urmetapaher, doch es gibt auch noch andere, ergänzende Modelle und Metaphern. Siehe Notes zu Zeitkrediten. Die ursprünglich in Holland entwickelte Methode ist state of the art, oder besser  „fashionable“, Broker und Agenten fördern den Austausch und Vereinbarungen, Geld ist „tabu“ aber der Wert wir trotzdem ermittelt. Das Speeddating ist ein „lebendiger“ Prospekttisch, wo jeder seinen Flyer unterbringt und lebt die Teilnehmer bieten an und vertiefen und verhandeln nach Ansprache. Wie effektiv das ist im Vergleich zum DaZiBao, wie es um eine qualitative Verstärkung bestellt ist, bleibt abzuwarten und zu beobachten....

·          DaZiBao – es ist ein Partizipant Messaging System das elektronisch oder als News/Viewsletter parallel zu Veranstaltungen den Markt öffnet und Beziehungen ermöglicht. Siehe Fußnote zu Quellen, Historie, Anwendungen und Potenzial.

·          Structured Dialogic Design - Neue Agora  -   Hier geht es um eine Entscheidungsvorbereitungs/ Schlichtungsmethode bei der Begriffe, Werte, Kontexte hinterfragt werden. Anlaß war die Erörterung hochkomplexer dynamischer Probleme wie sie vor 40 Jahre das zentrale, ursprüngliche Thema bei der Gründung des Club of Rome war. Siehe Problematique und Harnessing the „Wisdom of the People“. Nach der Strukturierung werden Minderheitsmeinungen erörtert, die „Andere“ Meinung kann  Konsens werden.  Siehe hierzu auch  Meeting  System, Meeting Design und  Consensus Decision Making. Schauen wir nur mal wie die Iroquois Confederacy is based common welfare – not warfare ! We entscheidet, die chieftains or the clan mothers, wer hat welche rolle, wie werden Unterschiede nicht eliminiert, sondern kultiviert. Die Einbeziehung der Indianer und Maori und unsere moderenen Ansätze ist hier für mich die Messlatte. Mehr ?  Mehr ?

·          Interessante Gesellschaftsmodelle mit der GeschenkEinheit „Pelzchen“ fallen in die Rubrik Kindermärchen, seien gerade deshalb empfohlen. Auch die arabische Historie rund um solche Miteinader-Friedens-Zukunftsmodelle, ich denke an Mamun, den Sohn Harun al Raschids und wie eine Kultur Herasufoderungen überstehen konnte. Siehe: Gespräch, Geschichten und Visionen als Rüstzeug für Entscheidungen 

·          eine große Zahl von weiteren Gruppen und Großgruppenverfahren, die hier nicht aufgeführt werden da es hier nur um eine grobe Einordnung der Rundgespräche gehen kann. Hier finden sich Aufstellungen und Vertiefungen  - Multi-log !??

Herausforderung sind also nicht nur die Gruppengröße, Räumlichkeiten und Zeitvorstellungen,  sowie Erwartungen, Annahmen aller Beteiligter, also auch der Auftraggeber, Teilnehmer, Impulsgeber, Beobachter,... sondern die gesamte Miteinander- und Friedenskultur.

Ich werde immer betroffen wenn ich von einer neuen Aufmerksamkeitsökonomie und neues Marketing und Werbung  in der Cyberculture oder moderner Politik und Wahlstrategien höre, denn es geht doch um die Bindung und Betroffenheit, Vereinbarungen und Vertrauen, Überschaubarkeit und Orientierung, gemeinsamen Zusammenhang und Zusammenhalt.

Die Versuche von Aufmerksamkeitsökologie zu reden gehen einen Schritt weiter, abe es geht sicher um eine Aufmerksamkeits- und Achtsamkeitskultur die Unterschiede, Differenz und Vielfalt pflegt und hegt. Deshalb hier der Versuch oikos – ecumene – ecudomy zu verbinden.

Auf dem Weg dahin sollten wir vielleicht diese Dokumentation und Materialien noch einmal sichten:

Programm, Methodenvorstellung und Einordnung

Rundgespräche  im   STORYTELLING CAFÉ

 

Bilder / Impressionen: www.open-forum.de/events/pictures-FES-2008/rundgespraech-Marktplatz_Agora-PDF.pdf

Handout und Beschreibung: PDF und HTML

www.open-forum.de/events/storytelling-open-forum-rundgespraeche-procedere-FES-2008-doc.pdf

http://open-forum.de/events/storytelling-open-forum-rundgespraeche-procedere-FES-2008.html

Stimmen der Teilnehmer und Diskussion WIKI:

www.open-forum.de/events/voices-procedere-2008/voices.html

http://roundtables.wikispaces.com/storytelling-roundtable-procedere http://roundtables.wikispaces.com/

 

Hintergrundartikel zu den Rundgesprächen und I3 und I4: mit vielen Literatur und Verweisen !!

http://open-forum.de/rundgespraech.html